Klima-Quote

Hintergründe zur THG Prämie

THG-Quote einfach erklärt – Hintergrund, Gesetz & Funktionsweise

Die THG-Quote im Detail: Funktionsweise, Regulierung und Marktmechanik verständlich erklärt.

Die Treibhausgasminderungsquote, kurz THG-Quote, ist eines der zentralen Instrumente der deutschen und europäischen Klimapolitik im Verkehrssektor. Sie verpflichtet Unternehmen dazu, ihre CO₂-Emissionen schrittweise zu reduzieren und schafft gleichzeitig einen handelbaren Markt für Emissionsminderungen.

Was ist die THG-Quote?

Die THG-Quote basiert auf der Umsetzung europäischer Klimaziele, insbesondere der Erneuerbare-Energien-Richtlinie RED II und RED III.

Ziel ist es, den Anteil erneuerbarer Energien im Verkehrssektor zu erhöhen und gleichzeitig die Treibhausgasintensität von Kraftstoffen zu reduzieren.

Konkret bedeutet das:
  • Mineralölunternehmen müssen ihre Emissionen jährlich senken
  • Die Zielquote wird kontinuierlich erhöht
  • Bis 2040 soll eine Minderung von bis zu 65 % erreicht werden

Warum gibt es die THG-Quote?

Unternehmen haben mehrere Möglichkeiten, ihre Verpflichtungen zu erfüllen. Dadurch entsteht ein regulierter Markt, in dem verschiedene Formen der Emissionsminderung miteinander gehandelt und bewertet werden.

  • Einsatz von Biokraftstoffen
  • Nutzung synthetischer Kraftstoffe, sogenannter RFNBO
  • Kauf von Emissionszertifikaten
Elektrofahrzeuge spielen hierbei eine besondere Rolle:
  • Sie erzeugen rechnerisch CO₂-Einsparungen
  • Diese Einsparungen können gebündelt und verkauft werden
  • So entsteht ein Markt, in dem Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen

Gesetzliche Grundlage: RED II, RED III und nationale Umsetzung

RED II – Ausgangsbasis

Die europäische RED-II-Richtlinie bildet eine wichtige Grundlage für die THG-Quote. Sie definiert, wie erneuerbare Energien im Verkehrssektor angerechnet werden können.

RED III – Verschärfung der Anforderungen

Mit RED III wurden die Anforderungen an Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Nachweisführung weiterentwickelt. Dadurch wird die Regulierung strenger und die Bedeutung verlässlicher Zertifizierung größer.

Umsetzung in deutsches Recht

In Deutschland wird das System durch nationale Gesetze und Verordnungen umgesetzt. Das Umweltbundesamt ist dabei eine zentrale Kontrollinstanz im THG-Quoten-System.

  • Zertifizierung der eingesparten Emissionen
  • Prüfung der eingereichten Nachweise
  • Freigabe der handelbaren Zertifikate

Ohne diese staatliche Prüfung wäre kein funktionierender Markt möglich.

Wie funktioniert die THG-Quote technisch?

Der Preis der THG-Quote entsteht durch Marktmechanismen. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus gesetzlicher Nachfrage, verfügbarem Angebot und regulatorischen Rahmenbedingungen.

Verpflichtete Unternehmen, insbesondere die Mineralölindustrie

Mineralölunternehmen müssen gesetzliche Minderungsziele erfüllen. Dadurch entsteht eine strukturelle Nachfrage nach anrechenbaren Emissionsminderungen.

Entstehung von Emissionszertifikaten

Angebot entsteht unter anderem durch E-Autos, Biokraftstoffe und alternative Energien. Diese Minderungsleistungen können rechnerisch erfasst und vermarktet werden.

Bündelung und Vermarktung

Einzelne E-Fahrzeuge erzeugen nur einen begrenzten Zertifikatswert. Anbieter bündeln deshalb viele Fahrzeuge, reichen diese zur Prüfung ein und vermarkten die daraus entstehenden Zertifikate.

  • Regulatorische Änderungen
  • Politische Entscheidungen
  • Internationale Märkte
  • Betrugsprävention und Zertifizierung

Welche Rolle spielt das Umweltbundesamt, kurz UBA?

Mit der Weiterentwicklung der europäischen Richtlinien wurde das System deutlich verschärft. Das UBA übernimmt dabei eine wichtige Rolle für Kontrolle, Nachweisführung und Marktvertrauen.

Zertifizierung der CO₂-Einsparung

Das Umweltbundesamt prüft, ob die eingereichten Einsparungen anerkannt werden können. Erst nach dieser Prüfung entstehen handelbare Zertifikate.

  • Höhere Quotenanforderungen
  • Stärkere Kontrolle
  • Neue Anrechnungsmöglichkeiten

Kontrolle und Marktüberwachung

Gleichzeitig bleibt das System technologieoffen und ermöglicht verschiedene Erfüllungsoptionen. Laut Gesetzgeber gilt die THG-Quote als eines der effektivsten Instrumente zur CO₂-Reduktion im Verkehrssektor.

Wie entsteht der Preis der THG-Quote?

Für Halter von Elektrofahrzeugen ergibt sich aus dem THG-Quoten-System ein klarer Vorteil: Die rechnerische CO₂-Einsparung des Fahrzeugs kann jährlich vergütet werden.

Nachfrage durch gesetzliche Verpflichtung

Unternehmen mit gesetzlichen Minderungszielen benötigen anrechenbare Emissionsminderungen. Diese Nachfrage ist ein wesentlicher Faktor für den Preis der THG-Quote.

Angebot durch Elektrofahrzeuge und alternative Energien

Auf der Angebotsseite stehen unter anderem Elektrofahrzeuge, Biokraftstoffe und andere alternative Erfüllungsoptionen. Je nachdem, wie groß Angebot und Nachfrage sind, verändert sich der Marktpreis.

  • Jährliche monetäre Vergütung
  • Keine zusätzlichen Kosten
  • Einfache Teilnahme am System

Das eigene Fahrzeug wird damit Teil eines regulierten Emissionsmarktes.

Fazit: Bedeutung der THG-Quote für Klimaschutz und Markt

Die THG-Quote verbindet Klimapolitik mit marktwirtschaftlichen Mechanismen. Sie sorgt dafür, dass CO₂-Einsparungen im Verkehrssektor messbar, prüfbar und handelbar werden.

Sie schafft:
  • Klare gesetzliche Anreize
  • Einen funktionierenden CO₂-Markt
  • Direkte finanzielle Vorteile für E-Auto Halter

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